Evaluation von Periostin als neuen Biomarker für das Monitoring unter Dialyse
Ein Forscherteam mit Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg, der Charité und der Universität Odense (Dänemark) unter der Leitung von Prof. Berthold Hocher am IMD Berlin untersuchte die Rolle von Periostin als Biomarker für die Mortalität bei Patienten unter Hämodialyse. Periostin ist ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Gewebeumbildung, Fibrose und dem Entzündungsprozess spielt. Es wird bei Gewebeschäden und in fibrotischen Organen, wie z. B. dem Herzen und den Nieren, hochreguliert. Die aktuelle Studie zeigt, dass erhöhtes Periostin im Serum bei männlichen Patienten signifikant mit einer höheren Sterblichkeit korreliert, nicht aber bei Frauen (Link zum Originaltext). Die Forscher vermuten, dass Geschlechtshormone die Wirkung von Periostin verstärken könnten, indem sie pro-fibrotische Effekte im Herzgewebe fördern. Damit liefert die Wirkweise von Periostin ein weiteres Beispiel für geschlechtsspezifische Pathogenesen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies sind Zusammenhänge, die aktuell im Fokus klinischer Forschung stehen. Ein für die Patientendiagnostik geeigneter Test steht bisher noch nicht zur Verfügung.